Schule

Hier findet ihr Artikel rund um schulische Bildung: Schulstruktur, Lehr- und Lernmethoden, Widerspruch zwischen Bildungsauftrag und Selektionsfunktion…

„Schulfrieden“ in NRW?

In einem Dossier haben wir Texte zum „Schulfrieden“ in NRW zusammengestellt.

Download Dossier Schulkonsens

In der aktuellen Ausgabe des „Forum“, der Zeitung der Kölner GEW, findet sich ein umfangreicher Artikel von Klaus Minartz zum Thema:

„Schulkonsens: Schulfrieden oder Grabesruhe?“

Dr. Brigitte Schumann wirft einen kritischen Blick auf die Gemeinschaftsschule und die mit ihr verbundene Zweigliedrigkeit, durch deren Zementierung sich SPD und Grüne  davor drücken, „das Schulsystem aus seiner ständischen Tradition zu befreien und zu demokratisieren“.

Zweigliedrigkeit: bildungspolitische Kapitulation und gefährliche Tabuisierung „deutscher Zustände“

In einem weiteren Artikel zeigt Dr. Brigitte Schumann auf, dass der „Schulfrieden“ den Vorstellungen von einer Schule für alle widerspricht:

Schumann: Schulfrieden in NRW

Schon vor einiger Zeit hat Prof. Anne Ratzki in einem Leserbrief an den Kölner Stadt-Anzeiger gefragt:

Ratzki: Warum nicht Gesamtschulen?

Hinweis:

Auf www.Nachdenkseiten.de findet sich ein aktueller Artikel zum „Westfälischen (Schul-)Frieden“. Dort findet man auch die „Gemeinsamen Leitlinien“ des „Schulpolitischen Konsenses“ von CDU, SPD und Grünen (Reihenfolge der Parteien wie fort angegeben!).

Leitsätze Homogenitätswahn

Leitsätze zum Schwerpunkt Homogenitätswahn und Selektivität

Leserbrief HS-Sitzenbleiben

Leserbrief zu einem KStA-Artikel zum Thema Sitzenbleiben 31.12.2008/01.01.2009

M Domke März 08

Bildungsungleichheit heute – Referat von Monika Domke 6.3.2008

 

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Schulfrieden? – Grabesruhe!

Pressemeldung zum „Schulpolitischen Konsens für Nordrhein-Westfalen“
Quer durch die Republik, von „Welt“ bis „Süddeutsche“ jubeln die Medien über den „Schulfrieden“, der in NRW mit der Einführung der Sekundarschule nun endlich erreicht sei.
Was aber ist wirklich passiert? Als Gegenleistung für – im internationalen Vergleich gesehen – geringfügige Fortschritte in der Schulstrukturfrage hat sich die rot-grüne NRW-Regierungskoalition bereitwillig dazu hergegeben, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammende und außerhalb Deutschlands weltweit längst überwundene Vielgliedrigkeit des Schulwesens für die nächsten 12 Jahre nicht nur beizubehalten, sondern auch noch mit Verfassungsrang abzusichern.
Durchgesetzt haben sich damit die – vor allem in der CDU – landesweit starken Kräfte, die Selektion an den Schulen als „chancengerecht“ deklarieren und es offenbar völlig korrekt finden, dass das gegliederte Schulsystem Jahr für Jahr etwa 70.000 Jugendliche ohne Hauptschulabschluss und damit zu großen Anteilen in die Perspektivlosigkeit entlässt. Angesichts dieses Versagens der schulischen Vielgliedrigkeit müsste es nun endlich um konsequent gemeinsames Lernen und um intensive individuelle Förderung gehen.
Die bescheidenen Verbesserungen durch die Einführung der Sekundarschule helfen da kaum weiter – vor allem nicht vor dem Hintergrund der weiterhin vielfach gegliederten Schulumgebung, die den Zugang zum Abitur immer noch in hohem Maße nur durch die Filter sozialer Auslese ermöglicht.
So wurden nun mit dem vielbejubelten „Schulfrieden“ die Hoffnungen, die sich angesichts internationaler Schulentwicklung und -erfolge sowie auch der ernsthaften Diskussionen und Empfehlungen der NRW-Bildungskonferenz einstellten, nicht nur massiv enttäuscht, sondern geradezu verfassungsrechtlich beerdigt.
Oswald Pannes, 20.7.2011
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Deutsches Schulsystem und UN-Behindertenrechtskonvention/

Dr. Jürgen Münch befasst sich in „Chancengleichheit in der Differenz: Zur überfälligen Neuorientierung der Lehrerbildung auf ein inklusives Schulsystem“ mit der Frage, welche Veränderungen notwendig sind, damit das deutsche Schulsystem der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht werden kann:
Muench:_Lehrerbildung_UNKonvention

 

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