Schule

Artikel rund um schulische Bildung. Weitere Texte auf der Archivseite unter den Jahren 2008, 2009, 2010,2011.

Schule und Unterricht unter Bedingungen der Pandemie (2020)

Digitalisierung als Gegenstand und Medium von Unterricht. Keine digitale Transformation von Schule

SELBSTVERSTÄNDLICH! Schulen brauchen eine digitale Infrastruktur, die datensicher ist. … • Dem dient eine lokale, mediale Infrastruktur mit Intranet und Open Source-Anwendungen, die Schulen von der Datensammlung durch kommerzieller Anbieter unabhängig macht. • Dazu braucht es weder Lobbyarbeit von IT-Konzernen noch öffentliche Aufregung, sondern pädagogischen wie technischen Sachverstand sowie Geldmittel für Gerät und Personal.• Die Ausstattung von Schulen mit digitale Infrastruktur ergibt noch nicht „digitale Bildung“. … Eine Streitschrift von Jochen Krautz (2020)


Alternative IT-Infrastruktur für Schulen und Unterricht

Wie man digitale Medientechnik zur Emanzipation und Förderungder Autonomie des Menschen einsetzt, statt sich von IT-Systemenund Algorithmen steuern zu lassen. Eine Flugschrift von Ralf Lankau (2020)


Der Laptop lehrt nichts! „Digitalisierung der Schulen als „Allheilmittel”: Dieselben High-Tech-Konzerne, die kaum Steuern zahlen und damit den Staaten das Geld vorenthalten, das für eine gerechte Frühförderung aller Kinder gebraucht würde, vermarkten digitale Lernprogramme, mit denen gerade die Kinder der Ärmsten abgespeist werden…“, schreibt Ingo Leipner in seinem Buch Die Katastrophe der digitalen Bildung“. Eine Rezension von Konrad Lehmann auf den nachdenkseiten vom 26.11.2020.

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Weiße Salbe zur Beruhigung. Oder: Die Verschleierung der fortgesetzten PISA-Kritik am mehrgliedrigen deutschen Schulsystem (2020)

Die offensichtliche und seit mindestens 50 Jahren – und seit 2000 in allen PISA-Studien –  wissenschaftlich bestätigte Abhängigkeit des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft, dem Bücherregal und dem Geldbeutel der Eltern wird von Politikern und renommierten Erziehungswissenschaftlern weiterhin kleingeredet, ignoriert bzw. achselzuckend als nicht veränderbar dargestellt. Zementiert wird dieser im deutschsprachigen Sprachraum skandalös stark ausgeprägte Zusammenhang wesentlich durch die vehemente, doch sachlich und fachlich nicht gedeckte Verteidigung der selektiven, mehrgliedrigen Struktur des deutschen Schulsystems. Ein ernsthafter, lösungsorientierter öffentlicher Diskurs würde auf die Infragestellung der Zwei-Säulen-Politik (Gymnasium „und die anderen Sek I – Schulen“) bzw. des Gymnasiums als bevorzugte Schulform (früher ungeschminkt als „Höhere Schule“ bezeichnet) hinauslaufen. Dazu käme als Kollateralschaden eine Befeuerung der politisch unerwünschten Debatte über längeres gemeinsames Lernen, „Eine Schule für alle“ und die von der UN geforderte und auch in Deutschland parlamentarisch und gesetzlich beschlossene, doch real verweigerte Transformation des gegliederten Schulwesens in ein inklusives Schulsystem mit der Infragestellung der separierenden Förderschulen (am unteren Ende der Bildungsskala). Für Politiker und Wissenschaftler ein Konflikt von „Erkenntnis und Interesse“, dessen Diskussion durch eine Verschleierung der Erkenntnisse (und der Interessen) zugunsten von einschlägigen Interessen seit Jahrzehnten konsequent verhindert wird.
 

„Die Daten des nationalen PISA-Berichts 2018 hätten eigentlich für das deutsche PISA-Konsortium endlich Anlass sein müssen, die schulstrukturellen Gründe aufzudecken, die die großen Leistungsunterschiede von Jugendlichen an nicht gymnasialen Schularten gegenüber Gymnasiasten erklären. … In Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften ist der Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler in nicht gymnasialen Schularten jedoch signifikant gestiegen und der Leistungsabstand zu Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums hat sich vergrößert. Er beträgt in der Lesekompetenz ca. drei Schuljahre“…,

schreibt die Bildungsjournalistin und Autorin Brigitte Schumann zum verharmlosenden wie resignativen Umgang von Politik und Wissenschaft mit den Ergebnissen der PISA-Studien in ihrem streitbaren Artikel Der inakzeptable Umgang der Bildungs­wissenschaft mit der Schulstruktur online auf bildungsklick.de vom 7.12.2020.

 

Soziale Bildungshürden überwinden  (2019)

Am 4. April hat im Café Landmann die Gesprächsrunde „Soziale Bildungshürden überwinden“ stattgefunden. Referiert haben Dr. Markus Gamper, Soziologe an der Uni Köln, Tuna Celik von „Balu und du“, Monika Domke von der „Initiative: Mehr Gesamtschulen in Köln“/“AK:BE“ und Wolfgang Blaschke vom Verein für Inklusion, „Mittendrin e. V.“.
Hier einige Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Veranstaltung.

„Soziale Bildungshürden überwinden“ /Users/oswald/Documents/AK-BE 2019/BerichtVeranstaltgEhrenf4.4.2019.docx (Downloadmöglichkeit folgt in Kürze)

 

Vernetzen für Bildung und Erziehung! Eine andere Welt ist möglich – aber nur mit anderer Bildung! (2011)

Das Motto von attac „Eine andere Welt ist möglich!“ erfordert Menschen, die zu qualifizierter Meinungsbildung und Wahrnehmung ihrer Interessen in der Lage sind – die also über eine solide Bildung verfügen. Dies bedarf sowohl einer rationalen Diskussion als auch der spielerischen Aneignung von Wissen, Fähigkeiten, Kultur  und Kunst zur Entwicklung solidarischer Lebensformen.  Dazu müssten Bildung und Erziehung – von frühkindlichen Einrichtungen über Schule bis zu Ausbildung und Hochschule – eine andere Rolle spielen als bisher. Aktuell aber überwiegen neoliberale Zugriffstendenzen und in Deutschland zusätzlich traditionalistische Dominanz, indem  weiter an der Privatisierung öffentlicher Güter wie Bildung gearbeitet und gleichzeitig am hochselektiven mehrgliedrigen Schulsystem mit der heiligen Kuh Gymnasium festgehalten wird.(Vollständiger Text folgt in Kürze)